Trocknung von Räumen

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Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um feuchtes Mauerwerk trocken zu legen. Der für den jeweiligen Schadensfall optimale Trocknereinsatz muss nach einer Besichtigung unter Berücksichtigung zahlreicher Umgebungsfaktoren individuell festgelegt werden. Deswegen hat es nicht viel Sinn, sich irgendein beliebiges Trocknungsgerät anzumieten, mit dem meist nicht das gewünschte Austrocknungsergebnis erzielt wird.


Hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Raumtrocknungsmethoden:


Kondensationstrocknung:

Die Kondensationstrocknung arbeitet nach dem Wärmepumpenprinzip. Feuchte Luft wird angesaugt. Dann wird sie über Kühlrippen oder -lamellen im Inneren des Geräts geleitet, deren Temperatur unter dem Taupunkt der Luft liegt. Dadurch bildet sich Kondenswasser, das in einem separaten Behälter gesammelt wird. Die entfeuchtete Luft wird anschließend erwärmt und als Trockenluft wieder abgegeben. Danach beginnt der Kreislauf von Neuem.

Vorteile:

  • geringer technischer Aufwand
  • hohe Effizienz bei relativ geringem Energieverbrauch
  • vergleichsweise günstig in der Anschaffung
  • die Entfeuchtung erfolgt kontinuierlich und nicht schlagartig, dadurch schonend für die Bausubstanz und sonstige Gegenstände
  • die feuchte Luft muss nicht über ein Fenster oder ähnliches nach außen abgeführt werden

Nachteile:

  • die Räume müssen während der Trocknung unbedingt geschlossen bleiben
  • der Einsatzbereich ist eingeschränkt, optimale Ergebnisse werden je nach Gerät ab ca. +6°C erreicht, bei geringeren Temperaturen ist eine vollständige Autrocknung des Mauerwerks nicht möglich
  • die Trocknung beansprucht relativ viel Zeit
  • der Wasserbehälter muss regelmäßig entleert werden


Adsorptionstrocknung:

Bei der Adsorptionstrocknung wird zur Erzeugung von Trockenluft ein Adsorber verwendet. Dieses Gerät saugt die feuchte Raumluft (oder Außenluft) an, mit entsprechenden Trockenmitteln wird die Feuchtigkeit entzogen. Danach wird einerseits feuchte Luft nach außen und andererseits extrem trockene Luft wieder in den Raum abgegeben.

Vorteile:
  • volle Leistung ab der 1. Minute
  • größerer Einsatzbereich, hoher Wirkungsgrad auch bei niedrigen Raumtemperaturen
  • bei nahezu allen Schäden einsetzbar
  • die Feuchtigkeit wird über den Lufstrom abgegeben, daher muss kein Wasserbehälter entleert werden 
  • das gewohnte Wohnverhalten kann weitestgehend beibehalten werden, es kann gelüftet werden, keine Raumerwärmung durch geschlossene Fenster und Türen
  • die Geräte können ausgelagert werden, wodurch die Geräuschentwicklung sehr gering gehalten werden kann
  • genaue Nachvollziehbarkeit des Trocknungsfortschrittes durch laufende Feuchtigkeitsmessungen des Luftstroms
  • wartungsfrei

Nachteile:

  • hoher Energieverbrauch
  • die feuchte Luft muss über eine Gebäudeöffnung an die Außenluft geführt werden
  • höhere Gefahr der Übertrocknung und daraus resultierender Schäden (zum Beispiel Risse im Holz)

Erwärmungstrocknung:

Die Erwärmungstrocknung kommt bei tiefer gelegener Feuchtigkeit im Mauerwerk zum Einsatz. Das Ausheizen des Mauerwerkes erfolgt entweder durch Infrarot-Heizplatten oder durch Einbohren von Heizstäben in das Mauerwerk. Durch die Erwärmung der betroffenen Bauteile kommt es zu einer beschleuigten Dampfdiffusion, was dann zur Autrocknung führt.


Je nach Ausmaß des Schadens sind diese drei Trocknungsvarianten natürlich auch in Kombination einsetzbar.

Um ein optimales Austrocknungsergebnis zu erzielen, wäre es deshalb sinnvoll, einen geschulten Tesan-Mitarbeiter zu kontaktieren und mit ihm vor Ort eine Besichtigung des Schadens vorzunehmen. Gerne legen wir Ihnen unverbindlich ein Trocknungs- und Sanierungskonzept vor und erledigen für Sie, wenn erwünscht, auch die Schadensabwicklung über Ihre Versicherung.



Impressionen Trocknung